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Chronik des Skibobsports

     Im letzten Jahrhundert versuchten versuchten Erfinder immer wieder Schneefahrzeuge zu entwickeln, die etwa die Funktion ausübten die der eutige Skibob erfüllt. Sie erfüllten nur den Zweck der Fortbewegung und hatten keinen sportlichen Hintergrund.
 
1892  Schneefahrrad
von John C. Stevens
     1892 meldete der Amerikaner John C. Stevens aus Hartford, ein US-Patent für ein Schneefahrrad an. Als Vorbild diente ihm ein normales Fahrrad, dessen Vorderrad er durch eine Schlittenkufe ersetzte und dessen Hinterrad zwischen zwei Schlittenkufen lief. Dieses Gerät ist wie viele der folgenden nie aus dem Entwicklungsstadium herausgekommen.
 
1941 Schneevehikel
von Enrique Nunes
     In diesem Jahr erfand der Spanier Enrique Nunes - wie schon viele vor ihm - ein verbessertes "Schneevehikel". Nach dem zweiten Weltkrieg baute man, um das Schifahren zu modernisieren oder auch als Ersatzlösung für Versehrte Geräte, die dem "einspurigen Schlitten" ähnlich waren. Anstelle der Kufen wurden später Schier montiert und daraus entstand des Zwittergerät Schibob.
 Die sportliche Entwicklung des Skibob
     Seit Beginn der Menschheit benützte man Reittiere oder baute Fahrzeuge, um den menschlichen Bewegungsapparat zu entlasten. Um die Jahrhundertwende wurden abgeleitet von Fahrrad und Schlitten Wintersportgeräte ("einspurige Schlitten") gebaut, die zum Gleiten Kufen verwendeten. 
Bei diesen hintereinanderliegenden Kufen, von denen die vordere lenkbar ist, handelt es sich um Schlittenkufen oder breite Hohlkufen. Die Fortbewegung vollzog sich wie auf Schienen, wobei ein seitliches Abgleiten (Schwingen) nicht vorgesehen war. Nach dem Weltkrieg baute man, um das Schifahren zu modernisieren oder auch als Ersatzlösung für Versehrte, Geräte die dem "einspurigen Schlitten" ähnlich waren. Anstelle der Kufen wurden später Schier montiert und daraus entstand das Gerät Schibob.
 
1946/47 Gfäller Ei
von Georg Gfäller jun.
      Im bayrischen Kiefersfelden wurde von Georg Gfäller sen. ein Gerät entwickelt das dem Schweizer Monogleit oder Schneevelo glich.
Georg Gfäller sen. verfeinerte die Stoßdämpfung durch einen eiförmigen Schwingrahmen und baute wie beim Motorrad Fußraster daran an. Dieses Gerät (Gfäller-Ei) wurde auf Bob- und Rodelpisten, bei Schijöring und später auch auf Schipisten gefahren.
Sein Name wurde am 25.10.1951 als „SKIBOB“ in das Handelsregister für Geschäftsbetriebe, Herstellung und Vertrieb von Wintersportgeräten von Georg Gfäller jun. eingetragen. Georg Gfäller jun. (FISB-Präsident 1961-1976) erkannte den großen Wert des Schibobs als Wintersportgerät und baute des "Gfäller-Ei“ in Deutschland serienmäßig.
 
1947 Sitzschi
von Engelbert Brenter
      In Österreich wurde parallel zum Skibob (Gfäller-Ei) aus Bayern von Engelbert Brenter aus Hallein ein sogenannter Sitzschi gebaut, der alle Merkmale des heutigen Schibob besitzt
(Patent angemeldet am 2.10.1952). 
Dieses Gerät hatte anstelle der Kufen Schier und der Fahrer, um eine bessere Fahrsicherheit zu haben, unter den Schuhen mittels einer Schibindung Fußschier befestigt.
Erst durch diese Kombination, konnte man alle Techniken des Modernen Schilaufes, wie Gleiten und Schwingen nachvollziehen und erfüllte all Ansprüche des heutigen Schibobsports.
     Erst 1958 wurde der Kontakt durch Georg Gfäller jun. (der erstmals in der Kinowochenschau Halleiner Sitzschifahrer sah) und den Brüdern Erich und Willi Brenter hergestellt. Beim ersten gemeinsamen Skibobrennen zu dem G.Gfäller die Halleiner nach Hausham/D lud, war der „Brenter-Sitzschi“ dem „Gfäller-Ei“ überlegen.
Seit dieser Begegnung taufte E.Brenter seinen hölzernen „Sitzschi“ in Schibob um und G.Gfäller jun. benützte zu seinem Gerät Fußschier. Diese gegenseitige Befruchtung hatte einen Weltweiten Aufschwung des Schibobsportes zur
 Folge.
     Eine eigene Wettlaufordnung wurde geschaffen (IWO), durch Georg Gfäller zusammengestellt und durch Hubert Pittner / A später laufend verfeinert. 
Es entstanden Schibobfabrikationen in allen Alpenländern. 

Schibob-Clubs wurden gegründet, die erste Schibobveranstaltungen durchführten.
in Österreich
1955 BC Tirol, durch Walter Gasser in Gries am Brenner
1958 Schiclub Hallein, Sekt. Schibob, durch Obm. Rudolf Lichwa
1959 Naturfreunde Hofgastein, Sekt. Schibob, durch Obm. Franz Hessenberger
PSV St. Pölten, durch Obm. Plaha
     Bei einer Schibobveranstaltung anlässlich der Wintersaisoneröffnung auf der Zugspitze am 25.Nov.1951 stellte G.Gfäller diesen neuen Wintersport der deutschen und österreichische Ski-Nationalmannschaft vor. U.a. Mirl Buchner und Günther Meergans, Toni Seelos, Heli Lantschner, Dagmar Rom.
     Der in Österreich erstmals zur Austragung gelangte Riesenslalom und Nachtslalom wurde von Georg Gfäller jun. und Toni Sailers Vater in Kitzbühel / Tirol veranstaltet (9.März 1952).
Gewinner: Sopherl Gruber (Kiefersfelden) und Ferdinand Pravda (Kitzbühel).
Zu diesem Zeitpunkt wurde in Tirol der Gfäller Metallschibob
erzeugt.
     Am 9.Juni 1951 wurde der bayrische Schibobverband gegründet und 1954 im Bayrischen Landesverband aufgenommen.
     Am 18.Juni 1961 erfolgt die Gründung der Österreichischen Schibobverbandes auf der Rudolfshütte am Weißsee/Sbg.
     Am 14.Jänner 1961 gründeten Schibobsportler aus verschiedenen Staaten Europas und Amerikas, die FISB (Fédération Internationale de Skibob).
Als Präsident wurde Georg Gfäller / D (1961-1976) und als Vizepräsident Prof. Dr. Eduard Stierschneider aus Hallein / A gewählt.
     Bald nach der Gründung der FISB gab es Europa-Pokal-Rennen in Cotina d’Ampezzo / ITA, Garmisch-Partenkirchen / D und Bad Hofgastein / A.
     Mit Hilfe einer Reihe von Idealisten wuchs die Organisation FISB erfreulich an. 
1968 fand die FISB Aufnahme in die Weltorganisation AGFI/GAIF mit Sitz in Lausanne/CH.
Der Schibobsport ist in wenigen Jahren in allen fünf Erdteilen bekannt geworden. 
     Seit 1963 finden Europa-Meisterschaften, seit 1967 jedes zweite Jahr Welt-Meisterschaften für alle Klassen des Schibobsportes statt. Ab 1976 werden Welt-Cup-Rennen abgehalten.

 

 

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